Eieruhr, der perfekte Eier-Timer für weiche, wachsweiche und harte Eier

Härtegrad
Eiergröße
Temperatur des Eis
Start
Höhe über dem Meer
250 m

Wasser siedet hier bei 99,1 °C

Bereit?

So gelingt das perfekte Frühstücksei

  1. Wasser sprudelnd aufkochen

    Reichlich Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Ei sollte später vollständig bedeckt sein. Eine Prise Salz oder ein Schuss Essig im Wasser hilft, dass auslaufendes Eiweiß schnell gerinnt, falls die Schale doch einmal reißt.

  2. Eieruhr einstellen

    Härtegrad, Eiergröße und die Ausgangstemperatur des Eis wählen. Ein Ei direkt aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C) braucht rund eine Minute länger als eines mit Zimmertemperatur. Wer in den Bergen wohnt, stellt zusätzlich die Höhenlage ein.

  3. Ei einlegen und Timer starten

    Das Ei mit einem Esslöffel langsam ins kochende Wasser gleiten lassen und sofort den Timer starten. So platzt die Schale nicht und die Kochzeit stimmt auf die Sekunde.

  4. Herausnehmen und genießen

    Sobald die Eieruhr klingelt, das Ei sofort aus dem Wasser heben. Weiche und wachsweiche Eier kurz unter kaltem Wasser abschrecken, damit sie nicht nachgaren. Harte Eier zum Aufbewahren nicht abschrecken, so bleiben sie länger haltbar.

Kochzeiten-Tabelle: Eier aus dem Kühlschrank ins kochende Wasser

Richtwerte für Eier direkt aus dem Kühlschrank (ca. 7 °C), ins sprudelnd kochende Wasser gelegt, auf Meereshöhe. Die Eieruhr oben rechnet jede Kombination exakt aus.

Kochzeiten für Eier nach Größe und Härtegrad
Eiergröße
EU-Norm
Weich
flüssiges Eigelb
Wachsweich
cremiger Kern
Hart
ganz durch
S (unter 53 g)~3:50 min~5:05 min~7:30 min
M (53–63 g)~4:20 min~5:45 min~8:30 min
L (63–73 g)~4:50 min~6:25 min~9:30 min
XL (über 73 g)~5:15 min~6:55 min~10:15 min

Bei Zimmertemperatur verkürzt sich die Zeit um rund eine Minute. Wer das Ei kalt aufsetzt, startet die Uhr erst beim Aufkochen und zieht rund eine Minute ab. Genau das macht die Eieruhr automatisch.

Die Physik hinter der Eieruhr

Diese Eieruhr schätzt nicht, sie rechnet. Grundlage ist die bekannte Formel des Physikers Charles D. H. Williams (Universität Exeter) für die Wärmeleitung im Ei:

Dabei ist M die Masse des Eis in Gramm, TEi seine Ausgangstemperatur (Kühlschrank oder Zimmer), TWasser die Siedetemperatur des Wassers und TEigelb die Zieltemperatur an der Grenze zwischen Eiweiß und Eigelb: etwa 63 °C für weich, 70 °C für wachsweich und 80 °C für hart.

Die Siedetemperatur hängt von der Höhenlage ab: Pro 285 Höhenmeter sinkt sie um rund 1 °C. In Hamburg (6 m) kocht Wasser bei praktisch 100 °C, auf der Zugspitze (2.962 m) nur noch bei knapp 90 °C. Ein weiches Ei braucht dort spürbar länger. Deshalb hat diese Eieruhr einen Höhenregler.

Häufige Fragen rund ums Eierkochen

Wie lange muss ein weiches Ei kochen?

Ein weiches Ei der Größe M braucht direkt aus dem Kühlschrank ins kochende Wasser etwa 4:20 Minuten, bei Zimmertemperatur nur etwa 3:20 Minuten. Größere Eier brauchen länger: Größe L etwa 4:50 Minuten aus dem Kühlschrank.

Soll man Eier vor dem Kochen anstechen?

Das Anstechen am stumpfen Ende lässt die Luft aus der Luftkammer entweichen und verringert das Risiko, dass die Schale platzt. Pflicht ist es aber nicht. Wer das Ei langsam mit einem Löffel ins Wasser gleiten lässt, kommt meist auch ohne aus.

Muss man Eier nach dem Kochen abschrecken?

Weiche und wachsweiche Eier sollte man kurz kalt abschrecken, damit sie nicht nachgaren und das Eigelb cremig bleibt. Harte Eier, die gelagert werden sollen, besser nicht abschrecken. Ohne Abschrecken bleiben sie mehrere Wochen haltbar, abgeschreckt nur wenige Tage.

Warum brauchen Eier in den Bergen länger?

Mit der Höhe sinkt der Luftdruck und damit der Siedepunkt des Wassers, pro 285 Meter um etwa 1 °C. Auf 1.500 Metern kocht Wasser nur noch bei rund 95 °C, das Ei gart also langsamer. Diese Eieruhr rechnet die Höhenlage automatisch mit ein.

Eier ins kochende Wasser geben oder kalt aufsetzen?

Ins sprudelnd kochende Wasser zu geben ist am genauesten, weil die Kochzeit exakt ab diesem Moment zählt. Wer kalt aufsetzt, startet den Timer erst, wenn das Wasser sprudelnd kocht. Das Ei ist dann schon leicht vorgewärmt, deshalb zieht die Eieruhr etwa eine Minute ab.

Wie isst man ein Frühstücksei?

Klassisch kommt das weiche Ei direkt in den Eierbecher, mit der stumpfen Seite nach unten. Dann wird es geköpft: mit dem Messer, einem Eierköpfer oder dem berühmten Eiersollbruchstellenverursacher, bei dem eine fallende Metallkugel eine saubere Bruchkante in die Schale schneidet. Anschließend eine Prise Salz aufs Eigelb geben und das Ei löffelweise genießen, am besten mit einem kleinen Eierlöffel aus Kunststoff, Horn oder Perlmutt. Silberlöffel sind ungeeignet, denn Silber reagiert mit dem Schwefel im Ei und schmeckt metallisch. Wer mag, tunkt Brotstreifen ein.

Wie erkenne ich, ob ein Ei noch frisch ist?

Der Schwimmtest: Ein frisches Ei bleibt im Wasserglas am Boden liegen, ein älteres stellt sich auf, ein verdorbenes schwimmt oben. Zum Kochen und Pellen eignen sich Eier, die etwa eine Woche alt sind, sogar besser als ganz frische, denn sie lassen sich leichter schälen.

Warum wird das Eigelb manchmal grünlich?

Der grünliche Rand um das Eigelb entsteht bei zu langem Kochen: Schwefel aus dem Eiweiß reagiert mit Eisen aus dem Eigelb zu Eisensulfid. Das ist harmlos, sieht aber unschön aus und schmeckt leicht schweflig. Mit exakter Kochzeit und Abschrecken passiert das nicht.